Bautagebuch - 11.06.2026

Wie geht es weiter?

Der Haupttunnel wächst: Ab Juni erfolgt der Bau des Fluchtstollens. Das Portal Altstadt wird umgesetzt und jenes in Tisis für den Baustart vorbereitet.

Tunnelbauarbeiten Hauptbaulos
Seit dem Tunnelanschlag im März erfolgt von der Felsenau aus der Vortrieb des Haupttunnels. Im Juni beginnen nun auch die Arbeiten am parallel verlaufenden Fluchtstollen. Dieser wird künftig für Rettungs- und Wartungszwecke genutzt. Sowohl die Baustelleneinrichtungsfläche mit Baustellenzufahrt als auch der Voreinschnitt wurden bereits vorab hergerichtet. Die voraussichtliche Bauzeit für den Vortrieb des Abschnittes Felsenau beträgt rund neun Monate und endet im Winter 2026/27. 

Tunnelportale Altstadt und Tisis
Auf Hochtouren laufen die bereits im vergangenen November aufgenommenen Bauarbeiten am Tunnelportal Altstadt. Dieses Baulos umfasst neben der Errichtung des Portalbauwerks außerdem die Umlegung und Neugestaltung der Duxgasse. Um die Anwohnenden vor Baulärm zu schützen, werden Lärmschutzpaneele montiert. Weiters werden die baulichen Voraussetzungen für die offene Bauweise geschaffen sowie umfangreiche Leitungsverlegungen durchgeführt. Mit der Fertigstellung wird im Herbst 2026 gerechnet.

Ebenfalls im Herbst sollen die Arbeiten am Tunnelportal in Tisis beginnen. Die Vorbereitungen dafür sind bereits im Gange. Bis Oktober entsteht auf beiden Seiten entlang des Baustellenbereichs eine vier Meter hohe temporäre Lärmschutzwand. Gleichzeitig wird die Baustelleneinrichtungsfläche hergerichtet. Der Baubeginn ist für Oktober 2026 vorgesehen. Der Durchschlag soll im Herbst 2027 erfolgen, der Abschluss ist schließlich im Sommer 2028 geplant.

Lüftungsbauwerk am Stadtschrofen
Auf der Letze wurde im Mai der Bau des insgesamt 85 Meter tiefen Lüftungsschachts fertiggestellt. Damit sind die Baumaßnahmen hier vorerst abgeschlossen. Das Lüftungsbauwerk wird später gebaut. Dieses wird etwa 10 Meter hoch sein und einen Außendurchmesser von 6,30 Meter haben.  

Das Lüftungskonzept sieht vor, dass die Abluft an den Tunnelportalen, die sich in Siedlungsgebieten befinden (wie z. B. Portal Altstadt neben dem Schulzentrum), abgesaugt wird. Dadurch werden die Anwohnenden gezielt von Luftschadstoffen entlastet werden – ein zentrales Ziel des Projekts Stadttunnel.

Mehrjährige Untersuchungen und Messreihen haben ergeben, dass der Stadtschrofen durch die vorgegebene Ausblasgeschwindigkeit, die strömungstechnischen Gegebenheiten (Windverteilung) und die dortige Topografie der geeignetste Standort für das Lüftungsbauwerk ist. Die Behörde hat dabei festgestellt, dass aufgrund der Ausblashöhe und Ausblasgeschwindigkeit keine nachhaltige Beeinträchtigung der Luftqualität zu erwarten ist und eine rasche Verteilung und Verdünnung in höheren Luftschichten erfolgen wird.

Lokalaugenschein

Für den Stadttunnel Feldkirch wird an mehreren Baustellen über und unter der Erde gleichzeitig gearbeitet. (Fotos: Medienzoo/Land Vorarlberg)
Von der Felsenau aus wird der Haupttunnel weiter ins Gestein getrieben. Parallel dazu entsteht ein Fluchtstollen.
Im Portalbereich Altstadt wird das Portalbauwerk errichtet. Im Zuge dessen erfolgt auch die Umlegung und Neugestaltung der Duxgasse.
Beim Portal Tisis schirmt eine temporäre Lärmschutzwand entlang des Baustellenbereichs die Anwohnenden von den im Herbst startenden Bauarbeiten ab.