Der Stadttunnel Feldkirch, ein Generationenprojekt.

Der Stadttunnel Feldkirch besteht aus den vier Tunnelästen Felsenau, Tisis, Tosters und Altstadt, die durch einen zentralen unterirdischen Kreisverkehr verbunden sind. Er ist ein entscheidender Faktor für die positive Stadtentwicklung und der Schlüssel zur Lösung der Verkehrs-, Luft- und Lärmsituation in Feldkirch.

Der Stadttunnel mit all seinen Maßnahmen lässt nicht nur den motorisierten Straßenverkehr fließen, sondern macht Platz für Radfahrer:innen, Fußgänger:innen und die öffentliche Mobilität. Feldkirch und Frastanz gewinnen an Attraktivität als Lebensraum und Arbeitsplatz. Der Bau bringt Wertschöpfung für heimische Betriebe. Handel und Wirtschaft werden belebt. Und all diese Aspekte sorgen dafür, dass Feldkirch auch in Zukunft eine blühende und pulsierende Stadt bleibt.

Der Stadttunnel auf einen Blick

Unterirdischer Kreisverkehr
Verbindet die vier Tunneläste; Durchmesser: 70 Meter

Tunnelast Felsenau
Länge: 893 Meter

Tunnelportal Felsenau
Anbindung an die Vorarlberger Straße (L190) Richtung Bludenz – Autobahn-Anschlussstelle Feldkirch-Frastanz

Die neue Trassenführung mit Radwegbrücke und Unterführung (rechts im Bild) leitet den Radverkehr künftig sicher und kreuzungsfrei am Portal Felsenau vorbei.

Tunnelast Altstadt
Länge: 289 Meter

Tunnelportal Altstadt
Anbindung an die Innenstadt und zum LKH

Tunnelast Tisis
Länge: 1.598 Meter

Tunnelportal Tisis
Anbindung an die Liechtensteiner Straße (L191a) – Grenzübergang Schaanwald

Tunnelast Tosters
Länge: 903 Meter

Tunnelportal Tosters
Anbindung an das Betriebsgebiet Kapfweg; weitere direkte LKH-Zufahrt über die Hohle Gasse.

Erkundungs-/Fluchtstollen Altstadt
Portal hinter der Pädagogischen Hochschule; dient zunächst als Erkundungsstollen, später als Flucht- und Wartungstunnel; Länge: 270 Meter

Erkundungsstollen Tisis
Portal oberhalb Autohaus Sonderegger; dient zunächst als Erkundungsstollen, später als Flucht- und Rettungsstollen; Länge: 1.212 Meter

Lüftungsbauwerk
Dient der Entlüftung des Tunnels, zudem ist das Löschwasserbecken integriert; befindet sich zum überwiegenden Teil unter der Erde – der oberirdische „Schachtkopf“ wird begrünt und bepflanzt.

Bahnverladungsanlage
Für den umweltfreundlichen Abtransport des Aushubmaterials aus der Felsenau wird eine Bahnverladungsanlage errichtet.

Bis zu 1 Million Tonnen ausgebrochenes Gestein werden während der Bauarbeiten klimaschonend auf der Schiene abtransportiert – das spart rund 100.000 LKW-Fahrten.

Lärmschutzwand Fellengatter
Entlang der L190 und des Blödlebachs; Länge: 470 Meter

Lärmschutzwand Schulzentrum
Schirmt das Schulzentrum Schillerstraße vom Baulärm ab; Länge: 80 Meter

Lärmschutzwand Felsenau
Schirmt das umliegenden Wohngebäude gegen Baulärm ab; Länge: ca. 80 Meter

Bärenkreuzung
Der Stadttunnel bringt Entlastung für eine der am stärksten befahrenen Kreuzungen Vorarlbergs: 25% weniger Gesamtverkehr, 60% weniger LKW-Verkehr.

Im Zuge der Begleitmaßnahmen wird die Aufteilung der Fahrspuren neu organisiert, Busse und Radfahrer*innen sollen dabei bevorzugt werden. Freiwerdende Flächen können neu gestaltet werden, z. B. als Schutzwege oder Radstreifen. Ziel ist es außerdem, die Trennwirkungen im Bereich der Bärenkreuzung zu verringern.

LKW-Durchfahrverbot
Gezielte Fahrverbote, um den Schwerverkehr in den Stadttunnel zu verlagern.

LKW-Durchfahrverbot
Gezielte Fahrverbote, um den Schwerverkehr in den Stadttunnel zu verlagern.

LKW-Durchfahrverbot
Gezielte Fahrverbote, um den Schwerverkehr in den Stadttunnel zu verlagern.

LKW-Durchfahrverbot
Gezielte Fahrverbote, um den Schwerverkehr in den Stadttunnel zu verlagern.

Erhöhung Verkehrswiderstand
Um- bzw. Neugestaltung des Straßenraums kombiniert mit Tempo-Reduktionen

Erhöhung Verkehrswiderstand
Um- bzw. Neugestaltung des Straßenraums kombiniert mit Tempo-Reduktionen

Erhöhung Verkehrswiderstand
Um- bzw. Neugestaltung des Straßenraums kombiniert mit Tempo-Reduktionen

Erhöhung Verkehrswiderstand
Um- bzw. Neugestaltung des Straßenraums kombiniert mit Tempo-Reduktionen

Erhöhung Verkehrswiderstand
Um- bzw. Neugestaltung des Straßenraums kombiniert mit Tempo-Reduktionen

Erhöhung Verkehrswiderstand
Um- bzw. Neugestaltung des Straßenraums kombiniert mit Tempo-Reduktionen

Pförtnerung
Ampelgesteuerte Pförtnerungen an mehreren Stellen der L190, um ein zeitweise höheres Verkehrsaufkommen zu regulieren

Pförtnerung
Ampelgesteuerte Pförtnerungen an mehreren Stellen der L190, um ein zeitweise höheres Verkehrsaufkommen zu regulieren

Verkehrslenkung
Gezielte Lenkung des motorisierten Verkehrs in Richtung der Tunnelportale

Verkehrslenkung
Gezielte Lenkung des motorisierten Verkehrs in Richtung der Tunnelportale

Verkehrslenkung
Gezielte Lenkung des motorisierten Verkehrs in Richtung der Tunnelportale

Schulbrüderareal
Mehr Sicherheit für die Schüler:innen: Die Schillerstraße wurde verlegt und vom Schulzentrum abgerückt, eine Busspur sowie ein Geh- und Radweg wurden gebaut.

Die neue Verbindung „Schulbrüderstraße“ erleichtert die Zufahrt zum LKH und entlastet die staugeplagte Pruggergasse. Außerdem sind weitere Maßnahmen zur Temporeduktion vorgesehen.

Radverbindung Feldkirch-Frastanz
Die Radverbindung zwischen Feldkirch und Frastanz wird weg von der stark befahrenen L190 zum Illufer hin neugestaltet. Die neue Trassenführung mit Radwegbrücke und -unterführung leitet den Radverkehr sicher und kreuzungsfrei am Portal Felsenau vorbei.

Ortszentrum Tosters
Bereits 2019 wurde das Ortszentrum von Tosters vorgezogen, verkehrsberuhigt und die Aufenthaltsqualität gesteigert. Konkret wurde im Bereich der Fahrbahn ein Mittelstreifen mit Bepflanzung errichtet, um die Querung der Straße zu verbessern.

Im Ortszentrum von Tosters gilt heute Tempo 30 – auch auf der Landesstraße.

Erdverlegung Hochspannungsleitung
Die 110-kV-Hochspannungsleitung der Vorarlberger Energienetze GmbH, die über die Letze führt, wird von der Felsenau bis zum Kloster in den Tunnel verlegt.

Die Versorgungssicherheit wird dadurch weiter erhöht, die hohen Masten verschwinden aus dem Landschaftbild.

Ortszentrum Tisis
Das Ortszentrum von Tisis wird aufgewertet. Konkret erfolgt eine Neugestaltung des Zentrumsbereichs, außerdem sind verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Montfortbrücke wie auch Grenzübergang Tisis vorgesehen.

Gemeinsam stark

Im Auftrag des Landes Vorarlberg und der Stadt Feldkirch zeichnet sich die Abteilung Straßenbau für die Leitung und Planung des Stadttunnels Feldkirch verantwortlich. Der Bau wird gemeinsam mit dem Bund (aus Mittel des Finanzausgleichs) realisiert. An den erwarteten Kosten von 260 bis 275 Millionen beteiligen sich das Land Vorarlberg, die Stadt Feldkirch und die illwerke vkw zu unterschiedlichen Teilen.
Kostenbeteiligung am Bau des Stadttunnels Feldkirch – Stand 2021
Kostenbeteiligung am Bau des Stadttunnels Feldkirch – Stand 2021
Land Vorarlberg: ca. € 220 Mio Bund: ca. € 40 Mio Stadt Feldkirch: ca. € 12 Mio Vorarlberger Energienetze GmbH: ca. € 3 Mio

Die Geschichte des Stadttunnels

1992 - 1998

Projekt Letzetunnel – als Südumfahrung von der Autobahn bis zum Grenzübergang Tisis – wird diskutiert, ausgearbeitet und vom BMVIT als Bestvariante bestätigt.

2005

Land Vorarlberg, Stadt Feldkirch und Marktgemeinde Frastanz entscheiden sich für ein konsensorientiertes Planungsverfahren.

2005 – 2008

„Verkehrsplanung Feldkirch Süd“ untersucht 15 Straßenoptionen unter neuen Rahmenbedingungen: Verländerung Bundesstraßen, neues UVP-Gesetz, Feldkirch wird IG-Luft Sanierungsgebiet

2009

„Stadttunnel Feldkirch“ (Variante 5.3) geht als Bestvariante hervor – Stadt Feldkirch, Gemeinde Frastanz und Land stimmen der Umsetzung zu

2013

Einreichung Umweltverträglichkeitserklärung (UVE)

2015

Positiver UVP-Bescheid 1. Instanz

2019

Bestätigung UVP-Bescheid durch 2. Instanz: Diese Bestätigung durch das Bundesverwaltungsgericht stellt eine "konsumierbare Baubewilligung" dar – Startschuss für den Stadttunnel

2020

Baubeginn – erste vorbereitende Baumaßnahmen: Steinsatz in der Ill und Weicheneinbau, Umlegung L191a Schulbrüderareal

Dez. 2020

Landesregierung gibt 23 Mio. Euro für weitere Teilbaulose frei

2021

Lärmschutzwand Fellengatter, Baubeginn Radwegbrücke Blödlebach, Anschlag Erkundungsstollen Altstadt

März 2022

Rückweisung des Revisionsantrages der Projektgegner und damit Abschluss des „außerordentlichen Rechtsweges“ vor den Höchstgerichten

2022

Erkundungsstollen Tisis, Umbau L190 Felsenau

geplant 2023/24

Baubeginn der Hauptarbeiten am Stadttunnel

2030

Vollbetrieb mit Fertigstellung des Tunnelastes Tosters – das Zukunftsprojekt ist abgeschlossen

Der Stadttunnel Feldkirch ist das erste Straßenbauprojekt in Vorarlberg, für das eine Genehmigung nach dem UVP-Gesetz beantragt wurde. In einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) werden sämtliche Auswirkungen eines Projekts auf Mensch, Natur und Umwelt gesamtheitlich überprüft und bewertet. Diese Prüfung ist für den Stadttunnel Feldkirch positiv ausgefallen: Im Juni 2019 gab der Bundesverwaltungsgerichtshof in zweiter Instanz sein Erkenntnis bekannt, das zum Start der Baumaßnahmen berechtigt.

Baulose

Der Stadttunnel Feldkirch wird in zwei Bauabschnitten realisiert. Die erste Phase umfasst die Tunneläste und -portale Felsenau, Altstadt und Tisis sowie den unterirdischen Kreisverkehr. Im zweiten Bauabschnitt wird der Tunnelast mit dem Portal Tosters realisiert.
Portal Felsenau
Portal Altstadt
Portal Tisis

Der Baufortschritt im Überblick

2021 Q4

Radwegbrücke Blödlebach mit Radweg

Teil des Vorhabens „Stadttunnel Feldkirch“ sind umfangreiche Maßnahmen und Investitionen in die Radweginfrastruktur im Großraum Feldkirch. So wird die überörtliche Radwegverbindung Feldkirch – Frastanz im Bereich Felsenau/Fellengatter eine neue Trassenführung erhalten.

Die derzeitige Radwegführung quert an unübersichtlicher Stelle die Abfahrtsrampe L190/Göfner Brücke und verläuft – nur durch ein Geländer getrennt – direkt an der stark befahrenen L190. Um den Radverkehr aus dem Baustellenbereich Felsenau herauszuhalten und längerfristig eine attraktive Linienführung kreuzungsfrei und abgerückt von der L190 dem Nutzer anbieten zu können, wird der Blödlebach für die Weiterführung des Radwegs am Illufer mittels einer ca. 17 m langen Brücke gequert.

Neben der Brücke verlegen die Energienetze Vorarlberg (VNE) zwei 110 kV Leitungen in einen Düker neben der Brücke und unter den künftigen Radweg am Illufer. Dieser ist Teil der Erdverlegung der bestehenden Freileitung zwischen Fellengatter und Tosters unter Ausnutzung des Stadttunnels. Der Neubau der Radwegbrücke und der anschließenden Radwegrampen mit einer Gesamtlänge von ca. 270 m inklusive flussseitiger Steinschlichtung als Böschungssicherung soll in zwei Etappen ab Herbst 2021 erfolgen. 

In der ersten Etappe erfolgen der Brückenrohbau, der Radwegbau und die Böschungssicherung. Diese Trasse wird als Baustellenzufahrt für das Folgebaulos „Umbau Frastanz Felsenau“ dienen. Erst nach dessen Fertigstellung folgen Radwegbelag und Brückenausrüstung, Begrünungsarbeiten etc. Nach Baufertigstellung soll die Radwegbrücke der Marktgemeinde Frastanz übergeben werden

Zeitplan:
Baubeginn: Oktober 2021

Die neue Trassenführung mit Radwegbrücke und Unterführung (rechts im Bild) leitet den Radverkehr künftig sicher und kreuzungsfrei am Portal Felsenau vorbei.
Die neue Trassenführung mit Radwegbrücke und Unterführung (rechts im Bild) leitet den Radverkehr künftig sicher und kreuzungsfrei am Portal Felsenau vorbei.
Februar 2022: Für die Radwegbrücke über den Blödlebach wird zur Zeit das zweite Brückenwiderlager hergestellt.
Februar 2022: Für die Radwegbrücke über den Blödlebach wird das zweite Brückenwiderlager hergestellt.

2022 Q1

Erkundungsstollen Tisis inkl. Lärmschutz

Um das geologische Risiko im folgenden Tunnelvortrieb möglichst gering und die Kostensicherheit für das Hauptbaulos möglichst hoch zu halten, werden Erkundungsstollen mit geringem Querschnitt parallel zum künftigen Haupttunnel aufgefahren.

Später werden diese zu Flucht- und Rettungsstollen gemäß den Sicherheitsvorgaben nach Stand der Technik ausgebaut. 

Zeitplan:
Baustelleneinrichtung und Errichtung Lärmschutzwand: Frühjahr 2022
Anschlag Erkundungsstollen: Herbst 2022

Erkundungsstollen Tisis mit 1.212 m Länge
Erkundungsstollen Tisis mit 1.212 m Länge
Baustelleneinrichtung Felsenau

Die Baustelleneinrichtung für den Haupttunnel in der Felsenau umfasst die baulichen Anlagen auf dem Gelände des landeseigenen Bauhofes (Lärmschutzwand, Baubüros, etc.). Dafür wird im Vorfeld die Baufeldfreimachung (Abbruch Salzsilo, Lagerhalle, Flugdach, Nordflügel Zentralgebäude) durchgeführt.

Zeitplan:
Baubeginn: Ab Jänner 2022 wird die Lärmschutzwand zum Schutz der Anrainer:innen südlich des Bauhofgeländes gebaut.
Teilabbruch Bauhof: Jänner/Februar 2022

Baustelleneinrichtung Felsenau mit Lärmschutzmaßnahmen gemäß UVE
Baustelleneinrichtung Felsenau mit Lärmschutzmaßnahmen gemäß UVE

2022 Q1

Umbau Frastanz Felsenau

Der Stadttunnel Feldkirch wird gemäß genehmigter Einreichplanung vom Portal Felsenau aus aufgefahren. Zur Vorbereitung des Portalbereiches Felsenau sind umfangreiche Baumaßnahmen notwendig:

a. Radwegunterführung: Eine neue attraktive Radwegführung soll zu einer Entflechtung des Radverkehrs und des motorisierten Individualverkehrs inkl. LKW-Verkehr führen. Die bestehende konfliktträchtige Querung der L190, Abfahrtsrampe zur Göfner Brücke wird ersetzt durch eine architektonisch gestaltete ca. 190 m lange Radwegunterführung. 

b. Rampenbrücke: Um den Vorportalbereich des Stadttunnels in der beengten Felsenauschlucht unterzubringen, ist ein Ersatz der bestehenden Auffahrtsrampe zur Göfner Brücke durch die neue sogenannte „Rampenbrücke“ (ca. 20 m Spannweite) notwendig. Sie wird die Zulaufstrecke zum Tunnel überqueren und somit weiterhin die Anbindung von Göfis und Fellengatter gewährleisten (inklusive eines kombinierten Geh- und Radwegs). Im Vorfeld sind dafür die bereits leerstehende Salzhalle, sowie weitere Gebäude im nordwestlichen Teil des landeseigenen Bauhofgeländes abzubrechen.

c. L190, Umlegung Portal Felsenau: Gemäß der Zielsetzung des Projektes, die Feldkircher Innenstadt zu umfahren, wird die L190 in der Felsenau bevorrangt in den Tunnel (L191) geführt. Die Anbindung Richtung Innenstadt wird benachrangt und im Querschnitt reduziert. 

d. Beleuchtung und Verkehrslichtsignalanlage Portal Felsenau 

Zeitplan: 
Teilabbruch Bauhof (Salzhalle, etc.): Jänner/Februar 2022 
Baubeginn: September 2022 

Übersicht über die kommenden Baumaßnahmen in der Felsenau
Die kommenden Baumaßnahmen in der Felsenau im Überblick (für Großansicht klicken)

2020 Q1

Umlegung Schillerstraße/L191a

Als erste vorbereitende Maßnahme für den Stadttunnel Feldkirch wurde zwischen März und Oktober 2020 die Schillerstraße vor der pädagogischen Hochschule und dem Gymnasium verlegt. Mit der starkbefahrenen Hauptverbindung nach Liechtenstein wurde vom Schulhof abgerückt, um die Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Zugleich wurde der Straßenverlauf an die kommende Situation vor dem Tunnelportal „Altstadt“ angepasst. Im Zuge der Straßenverlegung entstanden eine Busspur sowie ein Geh- und Radweg mit insgesamt vier Meter Breite.

Die neu errichtete Verbindung „Schulbrüderstraße“ verbessert die Zufahrt in Richtung Landeskrankenhaus und entlastet die staugeplagte Kreuzung an der Pruggergasse von Verkehr, Lärm sowie Schadstoffen. In Zusammenhang mit der Straßenverlegung und dem Bau der Schulbrüderstraße ging auch eine neue Steuerung der Verkehrslichtsignalanlage auf dem gesamten Straßenzug der L 191a in Betrieb, außerdem wurden in die Jahre gekommene Kanäle und Wasserleitungen erneuert.

Zeitplan:
Baubeginn: März 2020
Baufertigstellung: Oktober 2020

Umlegung Schillerstraße/L191 vor der PH und dem Gymnasium
Umlegung Schillerstraße/L191 vor der PH und dem Gymnasium

2021 Q1

Lärmschutzwand Fellengatter

Im Februar 2021 begann die Firma Hilti+Jehle, Feldkirch, mit der Errichtung der Lärmschutzwand Fellengatter. Das Bauwerk verläuft nach Fertigstellung über eine Länge von 470 Meter entlang des Blödlebachs, die Höhe beträgt vier Meter.

Diese Schallschutzmaßnahme gehört zu den vorbereitenden Maßnahmen für den Stadttunnel Feldkirch und soll die Parzelle Fellengatter nachhaltig vom Verkehrslärm entlasten. Mit der Realisierung wird auch einem lang gehegten Wunsch der Anwohner nachgekommen.

Zeitplan:
Baubeginn: Februar 2021
Baufertigstellung: September 2021

Im September 2021 wurde die Lärmschutzwand Fellengatter fertiggstellt.
Im September 2021 wurde die Lärmschutzwand Fellengatter fertiggstellt.
Weiche für Bahnverladungsanlage

Im Herbst 2020 begannen in der Felsenau die Vorbereitungen für die Bahnverladungsanlage. Das anfallende Ausbruchmaterial, immerhin rund 950 Tonnen pro Tag, kann damit künftig umweltfreundlich per Bahn abtransportieren werden.

Über ein eingehaustes Förderband gelangt das Ausbruchmaterial auf die andere Seite der Schlucht und wird dort auf der alten Westbahntrasse automatisch in Waggons entladen. Die Weiche für den Anschluss ans Hauptgleis wurde von den ÖBB im Frühjahr 2021 eingebaut.

Zeitplan:
Baubeginn: Herbst 2020
Baufertigstellung: März 2021

Die neue Weiche ermöglicht den umweltschonenden Abtransport des Ausbruchs.
Die neue Weiche ermöglicht künftig den umweltschonenden Abtransport des Ausbruchs.

2021 Q3

Temporäre Lärmschutzwand Duxgasse/PH

Im Rahmen des Projekts Stadttunnel Feldkirch entstand eine rund 70 Meter lange und bis zu 6 Meter hohe Lärmschutzwand im Bereich Duxgasse/Schulzentrum in Feldkirch-Tisis. Sie soll bei den nachfolgenden Arbeiten am Erkundungsstollen Altstadt und beim Bau des künftigen Tunnelportals Altstadt das Schulzentrum Schillerstraße, insbesondere die angrenzende Praxisschule, vom Baulärm abschirmen. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird die Schallschutzwand wieder entfernt.

Die Lärmschutzwand schließt an das Umspannwerk der Energienetze Vorarlberg an. Fundiert wird das Bauwerk auf so genannten Brunnengründungen.

Zeitplan:
Die Bauarbeiten fanden in der schulfreien Zeit von Mitte Juli bis Anfang September 2021 statt.

Die temporäre Lärmschutzwand stand rechtzeitig zu Schulbeginn (September 2021)
Die temporäre Lärmschutzwand stand rechtzeitig zu Schulbeginn (September 2021)

2021 Q4

Erkundungsstollen Altstadt

Um das geologische Risiko im späteren Tunnelvortrieb möglichst gering und die Kostensicherheit möglichst hoch zu halten, werden Erkundungsstollen mit geringem Querschnitt parallel zum künftigen Haupttunnel aufgefahren. Diese Tunnel werden später zu Wartungs- und Fluchttunnel (Querschläge alle 250m) gemäß den Sicherheitsvorgaben nach Stand der Technik ausgebaut.

In diesem Teilbaulos ist auch ein weiterer Abschnitt zur Verlegung der 110kV-Leitung der Energienetze Vorarlberg AG enthalten. Diese Maßnahme soll schlussendlich die bestehende Freileitung Frastanz-Giesingen ersetzen und so zur Verbesserung des Landschaftsbildes beitragen. Nicht zuletzt wird dadurch auch die Versorgungssicherheit erhöht.

Zeitplan:

Baubeginn: November 2021
Bauende: April 2022

Mit der letzten Sprengung am 6. April haben die Tunnelbauer die Arbeit am ersten Erkundungsstollen abgeschlossen.
April 2022: Mit der letzten Sprengung am 6. April haben die Tunnelbauer ihre Arbeit am Erkundungsstollen Altstadt erfolgreich abgeschlossen.
Zwischen November 2021 und April 2022 wurde am 250 Meter langen Erkundungsstollen Altstadt gebaut.
Zwischen November 2021 und April 2022 wurde am 250 Meter langen Sondierstollen gebaut.
Februar 2022: Die ersten 150 Meter sind geschafft
Februar 2022: Die ersten 150 Meter sind geschafft
Erkundungsstollen Altstadt: Voreinschnitt (September 2021)
Erkundungsstollen Altstadt: Voreinschnitt im September 2021